You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Mac Curdy teilt die Aufzeichnungen von sieben Fällen mit, die die Wirkungsweise der auslösenden Anlässe von Geisteskrankheiten beleuchten. In vielen Fällen enthält der Inhalt einer Psychose die Reaktion auf diesen auslösenden Anlaß und es läßt sich dann feststellen, daß seine Eigenart der eines unbewußten infantilen Komplexes entsprach, welcher durch ihn zu erneuter Tätigkeit erweckt wurde. Es ist auffallend, daß der äußerliche Faktor
oft nur eine verhältnismäßig geringe Bedeutung zu Laben scheint, die auf eine normale Person kaum irgend einen Einfluß haben könnte. (Dies ist an-scheinend einer der Gründe, warum sie von den Psychiatern nie in Rechnung gestellt wurden. Ref.)
Der Autor schreitet dann dazu, die aus der Psychopathologie gewonnene Erkenntnis der unbewußten Komplexe auf das Verständnis der Kunst anzu-wenden, oder richtiger gesagt, des Eindruckes, den die Kunst bei denjenigen, die ihn empfangen, hervorruft, nicht der schöpferischen Tätigkeit. Er entwickelt die wohlbekannte These, daß die Meisterstücke der Kunst auf uns durch ihren Appell an verdrängte Wünsche, die wir nicht kennen, zu wirken wissen. Der Artikel ist fesselnd geschrieben und verdient im Original gelesen zu werden.