You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Eine bis ins einzelne gehende Besprechung des Themas, die auch eine vollständige Bibliographie mit einschließt und so ein wertvolles Hilfsmittel für jene liefert, die sich über den Gegenstand orientieren wollen. Es werden darin nicht weniger als 46 Complexmerkmale aufgezählt. Die Folgerungen, zu denen der Verfasser gelangt, sind der Psychoanalyse günstig, aber er unterläßt jede selbständige Hinzufügung zu unserem Wissen. Eine nützliche Unterscheidungslinie wird zwischen „Konstellation“ und „Komplex“ gezogen: „Die Differenz zwischen den beiden ist eine Differenz der Affektbetonung… Die Konstellation wird ein Komplex, wenn der affektive Inhalt vom Gefühl zur Erregung ansteigt.“ Der Autor ist offenbar der Ansicht, daß ein Komplex in Konflikt mit „ethischen und ästhetischen Prinzipien“ geraten kann, aber nicht muß; tut er es, so wird er voraussichtlich verdrängt und gelangt ins Unbewußte.
Bekanntlich ist aber gerade dies der wunde Punkt des Züricher Kom-plextheorie, daß sie die psychoanalytisch erkannten und markierten Grenzen zwischen Bewußtem und Unbewußtem nicht in befriedigender Weise zu respektieren vermag und so eine durch mühsame Erfahrung gewonnene Einsicht zu Gunsten einer verwirrenden Annahme aufgibt.