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Dr. Clark berichtet über die Auffassungen, wonach die genuine Epilepsie entweder eine degenerative organische Erkrankung des cerebralen Cortex oder eine Neurose im eigentlichen Sinne, eine funktionelle Krankheit des Nervensystems sein soll, ohne feststellbare oder regelmäßig vorhandene Verletzungen. Beide Gesichtspunkte haben ihre Stützen und ihre besonderen Verteidiger. Es genügt, darauf hinzuweisen, daß eher weniger als die Hälfte aller Fälle von genuiner Epilepsie allgemein anerkannterweise eine gröbere oder mikroskopische Pathologie oder konstante Verletzung aufweist. Anderseits hat die chemischtoxische Theorie der Krankheit noch weniger positive Beweise zu bieten. Auch die experimentelle Verwendung dieser toxischen Mittel erzeugt nicht regelmäßig konvulsive Symptome. Die Epilepsie, wie wir sie klinisch kennen, kann experimentell nicht erzeugt werden.
Angesichts der gegenwärtigen unbefriedigenden anatomischen Pathologie dieser Krankheit und dem entsprechenden Versagen der chemotoxischen Pathogenese erscheint es angemessen, das klinische Gesamtbild der Epilepsie genauer zu studieren. Unter diesem Gesichtspunkt unternahm Dr. Clark vor zwei Jahren die Analyse der epileptischen Anlage und des Charakters vor Beginn der Anfälle. Natürlich wurden die Fälle zum Zwecke dieses Studiums aus einer Reihe von Individuen ausgewählt, die wohl schon epileptisch waren, aber bei denen es möglich war, die Entwicklungsspuren des Charakters zu verfolgen, bevor die in Anfallsform auftretenden Erscheinungen die Persönlichkeit kompliziert hatten. Etwa 25 Fälle wurden nun sorgfältig in dieser Art untersucht. Vor allem wurden Fälle von Schwachsinn völlig ausgeschlossen und die Mehrzahl der so ausgewählten Patienten war über ihre Schulbildung intelligent.
Im folgenden sei eine Zusammenfassung der Ergebnisse gebracht: Es ergab sich, daß der epileptisch Veranlagte regelmäßig ein übernormales Ausmaß von Energie besaß, welche dauernde und schöne Entwicklungsresultate hervorbrachte, soweit das or