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Professor Freud hat die Ansicht ausgesprochen,1) daß die Symbolbeziehung des unbewußten Seelenlebens ein Rest und Merkzeichen einstiger Identität ist. „Was heute symbolisch verbunden ist, war wahrscheinlich in Urzeiten durch begriffliche und sprachliche Identität vereint.“ Diese Anschauung kann durch zwei Momente gestützt werden: Erstens durch die Verwendung derselben Symbole in den überlieferten Sagen, Mythen und Kulten antiker Völker und zweitens durch das Auftauchen dieser Symbole in den Sitten primitiver Völker unserer Zeit. Das Symbol der Höhle für den Frauenleib, das in den Träumen häufig vorkommt, hat Rank in den Geburtssagen der Griechen und Juden wieder gefunden.2) Als Analogie aus den Anschauungen primitiver Völker kann man auf folgendes Beispiel verweisen3): Der Stamm der Hidatsa in Nordamerika besitzt eine Höhle nahe dem Knife River, genannt Makadistati, das Kinderhaus. Diese Indianer behaupten, die Höhle dehne sich weit in die Erde hinaus, aber der Eingang sei nur eine Spanne weit. „Sie wird von kinderlosen Männern und unfruchtbaren Frauen besucht. Viele unter ihnen stellen sich vor, daß ihre Kinder aus der Makadistati kommen und die Zeichen der Kontusion bei einem Kinde, welches durch festes Einwindeln oder andere Ursachen entstehen, werden ernsthaft den Stößen zugeschrieben, welche es von seinen früheren Kameraden erhalten hat, als es aus seinem unterirdischen Heim hinausgeworfen wurde.“ Es ist klar, daß die Höhle mit dem Spannweiten Eingang (=Vagina) den Frauenleib repräsentiert. Eine ähnliche Anschauung herrscht bei den südrussischen Juden, von denen S. Weissenberg berichtet,4) daß nach ihrer Ansicht das Kind den Mutterleib höchst ungern verlasse, da es dort alle Weltgeheimnisse kennt. Sobald aber das Kind geboren wird, bekommt es von einem Engel einen Stoß gegen den Mund, wodurch es alle im Mutterleibe gewonnenen Kenntnisse vergißt und zum gewöhnlichen Menschen mit seinem Daseinsjammer degr