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Acht Träume werden mit den Erläuterungen des Träumers mitgeteilt. Es handelt sich um eine verheiratete Frau von 35 Jahren und die Träume bildeten eine Reihenfolge während der Schwangerschaft, zu welcher Zeit sie sich des Sexualverkehrs enthielt. In sämtlichen Träumen traten erotische Begierden auf, entweder manifest oder in leicht verkleideter Symbolik, die der Verfasser ohne weiteres zu übersetzen im stande ist und die meisten wurden von einer Ausdehnung der Blase begleitet. Die Träumerin hatte als Kind ein ungewöhnliches Interesse am Akt des Urinierens genommen und die folgende Phantasie beschäftigte ihre Einbildungskraft durch mehrere Jahre: „Ich baute mir eine Stadt, wo zwischen Mann und Weib völlige Freiheit bestand, aber die Orgien wurden nur mit Hinblick auf das Urinieren ausgemalt. Dieser Akt war nicht bloß ein Genuß, sondern auch eine religiöse Zeremonie und ich schwelgte in der Erfindung neuer Mittel und Wege, durch die solche Schaustellungen einladender gemacht werden sollten. Alle meine genußvollen Empfindungen hatten einen Zusammenhang mit der Blase.“ Diese Phantasie nennt Ellis ein „pseudoerotisches Ideal“. Durch ihr Leben hindurch, auch als Erwachsene, fühlte sie infolge Ausdehnung der Blase Erregungen, die sie zu intellektueller Arbeit schöpferischer Natur anfeuerten. Die Erleichterung der Blase brachte mehr Genuß als die Ausübung irgend einer gewöhnlichen Funktion und der Zustand der Ausdehnung erhöhte die sexuelle Erregung.
Das Hauptproblem, das hier von Ellis erörtert wird, ist die Verwandt-schaft des vesikalen Stimulus mit dem sexuellen. Beide waren in den meisten Träumen vertreten, aber welcher von beiden war der primäre? Seine Folgerung geht dahin, daß der Impuls zum Urinieren von dem sexuellen durchaus verschieden ist, trotz gewisser Assoziationen zwischen ihnen, und daß die Frage, welcher von beiden einen bestimmten Traum veranlaßt hat, nicht nach psychologischen Gründen entschieden werden soll, sondern nach dem Verhältnis der Intensität des U