You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In diesem 45 Seiten zählenden Aufsatz erörtert Ellis die Natur der von Hirschfeld unter dem Namen Transvestiten beschriebenen Fälle. Er wendet gegen diese Bezeichnung und auch gegen die weiterhin von Hirschfeld gebrauchte (Verkleidungstrieb) ein, daß die Frage der Kleidung nicht das Wesentliche trifft, da sie nur den Teil eines größeren Komplexes bildet. Vier Fälle werden beschrieben, davon zwei ziemlich ausführlich.
Ellis' Anschauungen über die Natur und Bedeutung der Anomalie sind die folgenden: Der wesentliche Zug darin ist, daß eine Person, z. B. ein Mann, fühlt, er habe das Gefühlsleben und die ästhetischen Eigenschaften, die gemeiniglich dem anderen Geschlecht zugehören. Er kann sich von Mitgliedern des eigenen Geschlechtes sexuell angezogen fühlen oder nicht, — Ellis betont durchaus, daß dies, wenn es geschieht, bloß sekundär ist und ohne inneren Zusammenhang mit dem Zustand. Es mag infolge der Geschmacks-verwandtschaft dieser männlichen Person mit Frauen geschehen, daß das Bedürfnis nach Bewunderung durch Männer empfunden wird, damit so die weibliche Einstellung verwirklicht werde. (Eine schöne Rationalisation. Ref.) Doch dies