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Auch diese Schrift zeigt wieder, wie vielfach Nietzsches psychologische Betrachtungen, wie sie sich verstreut in seinen Werken vorfinden, Resultate der Psychoanalyse, die ganz unabhängig von jenen arbeitete, vorwegnehmen. Es war dies nur möglich, weil Nietzsche die Anregung zu seinen psychologischen Analysen unabhängig von Vorläufern, nur der Kraft, intuitiv die Probleme zu erfassen, verdankt. Die Grundlinien seiner Psychologie sind eine intuitive Analyse der Funktionen seines Gefühles.
Das charakteristischeste Merkmal ist die relative Geringschätzung des Bewußtseins, während die Bedeutung des Unbewußten klar zu Tage tritt. Der Verfasser betont ferner Nietzsches, aus dem eigensten Erleben seiner Persönlichkeit geschöpfte, Richtung auf die aktiven Zustände (aktive Lust), auf das Emotionale als Ursprung und Ziel aller Erlebnisse, das Beziehen auf Physiologie und Biologie. Als letztes Moment kommt die Richtung auf eine allgemeine Wertbestimmung und -setzung in Betracht, in Zusammenhang mit dem Ideale seiner Philosophie, der Höherbildung des einzelnen Menschen.
Es ist hier nicht der Ort, auf das Problem Nietzsche näher einzugehen, doch sei die Gelegenheit benützt, um zur Psychoanalyse in Parallele zu bringende Stellen aus Nietzsches Werken dem besprochenen Buche bequem zu entnehmen.