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Von Freuds Buch, „Über den Witz und seine Beziehung zum Unbewußten“ angeregt, berichtet Verfasser zunächst unter Beispielanführung über eigenartige Scherze, in welchen jemand sich selbst in den Mittelpunkt stellt und sich selbst gewissermaßen persifliert. Solche Scherze müssen mit Mißtrauen angesehen werden, sie können (müssen nicht) Selbstbekenntnisse sein. Z. B.: Ein junger Mann erzählt sein verborgenes Liebesleben seinen Freunden im scherzhaften Tone derart, daß alle darüber lachen. Jedes Wort ist Wahrheit, aber die Geschehnisse wirken komisch, weil sie niemand für wahr hält und weil der Erzähler als Prahlhans erscheint. Die Hauptursache — neben Prahlsucht oder unentschiedenes Wünschen mit Sichselbstanimieren zur Tat — sei das Abschütteln der Unlustgefühle des Unter drück ens und die Lust, einmal ohne Zwang seine Gefühle ausdrücken zu dürfen. Diese Witzbolde sind — wie gleichfalls Freud bereits angegeben — meist zwiespältige und zu nervösen Erkrankungen disponierte Persönlichkeiten: auch Depressive, Hypomanische findet Kollarits darunter, letztere oft begabt, immer euphorisch, manchmal genial. Im Gegensatz zu diesen durch die Witze mit ihrer Begabung glänzen Wollenden, finden sich Imbezille, die nur Lachen hören wollen, auch auf ihre eigenen Kosten. Zum Schlusse findet sich noch eine Bemerkung darüber, warum man lacht, wenn jemand sich ungeschickt benimmt, z. B. fällt, geschlagen wird. Freuds Ansicht, es handle sich beim Erwachsenen um das „komische Gefühl“ als Ersatz für Verlorenes, nämlich das infantile Überlegenheitsgefühl und die Schadenfreude, wird nicht für alle Fälle von K. akzeptiert; es gebe auch eine Schadenfreude des erwachsenen Alters. Außerdem bringt K. eine lahme Erklärung: ein s. Z. aus Schadenfreude entstandenes Lachen könne sich „später auch ohne Freude als Stereotypie oder später reflektorisch wiederholen, so wie eine wegen drückenden Kragens vollzogene Bewegung des Nackens mit der Zeit zur Tortikollis werden könne.“ Ein ganz unpsychologischer,