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Professor Putnam bietet in dieser sehr klaren und fesselnden Rede einen philosophischen Grundriß, auf welchen sich die im Streite befindlichen Schulen der Psychopathologie einigen können. Er sucht zuerst die Doktrin, daß die Relativität ein überall gültiges Prinzip sei, zu erschüttern. Sie kann als solches nur bis zu einem gewissen Punkte gültig sein, da sie nicht nur den Zufall, sondern auch Kausalität und Spontaneilät (in dem Sinne, in welchem Putnam diese beiden Ausdrücke gebraucht, sind sie faktisch gleichbedeutend mit selbsttätiger Energie) ausschließt. Die Existenz einer Absicht, selbst bei den am wenigsten entwickelten Lebewesen, welche nicht auf blinde äußere Kräfte zurückgeführt werden kann, beweist die Wirksamkeit der Selbsttätigkeit, und da in den letzten Jahren bewiesen wurde, daß Mathematik ein Äquivalent der Logik sei, welche die reinste Form der Selbsttätigkeit ist (das Seelenleben entdeckt seine eigene Funktion), so ist auch die Mathematik, die Wissenschaft der Wissenschaften, in Abhängigkeit von diesem Grundsatz. „Es muß im Laufe der Zeit dazu führen, daß die Anerkennung der selbsttätigen Energie als Toilfaktor in ihrer Anerkennung als der maßgehende Faktor für Menschenleben und Fortschritt endet, Freud wird durch seinen irrtümlichen Glauben an die Wissenschaft als höchste Instanz gehindert, dies zu sehen.“ „In seinem letzten interessanten Aufsatz über Animismus, Magie und Allmacht der Gedanken schildert Freud in durchaus annehmbarer Weise den Fortschritt der freien selbsttätigen Menschenseele, wie sie ihre eigenen Vorgänge kennen lernt und auf den Flügel bewußter Inneneinsicht immer höher und höher steigt, um schließlich alle diese Äußerungen von vitaler Energie dadurch zu verdammen, daß er behauptet, nur drei größere Denksysteme seien in der Welt vorhanden, das animistische, das religiöse und das wissenschaftliche; und daß von diesen dreien nur das wissenschaftliche System mit seiner Annahme (wenn man sie logisch zu Ende denkt) von allem, was das