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In einer Fußnote zu diesem Artikel sagt die Autorin: „Der Verfasser hat erfahren, daß die Beweisführung in dieser Arbeit in mancher Beziehung der von Freud in seiner Abhandlung über den Witz angewandten ähnlich ist. Ihre Untersuchung war von der des letzteren unabhängig.“ Es ist trotzdem kaum wahrscheinlich, daß sie, wenn auch indirekt, von der weitausgebreiteten Kenntnis der Verdrängungstheorie Freuds ganz unbeeinflußt blieb.
Mit einem Wort, nach der Theorie der Verfasserin ist das Lachen der Ausdruck der lustvollon Befreiung von verdrängten, unbewußten Gefühlsregungen. Ihre Beweisführung lautet folgendermaßen: „Im Laufe dar menschlichen Entwicklung werden jene Instinkte, die dem Fortschritt der Zivilisation feindlich sind, zwar theoretisch zu Eigenschaften und Handlungen umgeformt, die den sozialen und ethischen Vorschriften nicht so schroff widersprechen, aber diese Substitution bleibt tatsächlich weit entfernt von Vollständigkeit und Vollkommenheit. Der Mensch ist noch nicht vollständig entwickelt; er ist einer zivilisierten Umgebung nur teilweise gewachsen, und ein Stück seiner Natur bleibt dahinter zurück auf einem primitiven, kulturfremden Niveau. Sein Wesen ist von Kindheit an ein ständiges Verzichten, Verdrängen, Lauern, Verstecken und Selbstbewachen. Von der Mutter „Nein, nein“ bis zu dem donnernden: „Du sollst nicht“ von der Höhe des Sinai herab geht eine ununterbrochene Reihe von Instinktverzicht. Wir sind so sehr gewöhnt, dies als eine reine Wohltat zu betrachten, daß wir der die begleitende Schädlichkeit übersehen. Auch gefesselt ist die Natur nicht ganz in Ruhe. Trotz all der Äußerungsmöglichkeiten, Umformungen und Ersetzungen, welche die physischen und geistigen Betätigungen zur Verfügung stellen, bleibt noch immer ein großer Rest von verdrängtem primären Instinkt, der einen