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Der Autor benützt den Ausdruck „psychophysisches Verhalten“, um alle bewußten Äußerungen und organischen Gefühle zu bezeichnen, aber auch „viele Reaktionen, welche nie ins Selbstbewußtsein eintreten, jedoch unzweifelhaft die wichtigsten sind und hier am stärksten hervorgehoben werden sollen“. Er zählt ausführlich eine Anzahl von Experimenten auf, die unternommen wurden, um den Einfluß angenehmer oder unangenehmer Erregungszustände,
sowie jenen der psychischen Erschütterungen auf das Gedächtnis festzustellen. In der einen Richtung wurde geforscht, indem man der Versuchsperson eine Reihe von Wörtern zurief, welche vorher in angenehme, unangenehme und gleichgültige eingeteilt worden waren. Beispiele der ersten Klasse sind „wahrheitsliebend“, „Einkommen“, „Blume“, „Landhaus“; zur zweiten gehören: „Seufzer“, „Niederlage“, „Schädelknocken“; zur dritten „Kind“, „Fähigkeit“, „Vetter“. Die individuellen Verschiedenheiten werden gar nicht in Rechnung gestellt, sondern vom Experimentator einfach dekretiert, was angenehm oder unangenehm sein muß: wir erfahren nicht, welche Gründe er fflr die Annahme hat, daß die Vorstellungen „Wahrheitsliebe“ oder „Einkommen“ ausnahmslos angenehm sind, oder jene „Kind“ und „Vetter“ gleichgültig. Die Untersuchung endete mit dem Resultat, daß angenehme Eindrücke besser erinnert werden, als unangenehme. Psychische Erschütterungen wurden erforscht durch Einführung von Störungen während des Experimentes (Pistolenschüsse u. dgl.), und es fand sich, daß sie die Erinnerung an die vorangehenden Worte mehr behinderten, als an die darauffolgenden; vorgreifende Amnesie müßte also häufiger sein als retrograde, während die klinische Erfahrung gerade das Gegenteil zeigt. Die Arbeit wurde im psychologischen Laboratorium der Harvard Universität ausgeführt.
Der Psychoanalytiker wird manchmal kritisiert, daß er von schlecht durchdachten und unvollständigen Tatsachen voreilige Schlüsse ziehe. Wenn er aber über den primitiven Geisteszustand nachdenkt, den die Durch