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16. Eines Tages sage ich zu meinem Töchterchen, das eilig trinkt: „Paß auf, sonst geht es «in je verkeelde keergat … verkeerde keelgat» (in deine unrechte Kehle). Im Holländischen sagt man: in das verkehrte Kehlloch. Das Versprechen war also ungefähr: ver-kehltes Kehrloch statt verkehrtes Kehlloch.
Ich habe sehr oft bei der Ernährung dieses Kindes von der unrechten Kehle («verkeerde keelgat») gesprochen, ohne mich zu versprechen. Wenn es also nur eine Eigentümlichkeit dieser Worte wäre, wodurch dieses Versprechen leicht zu stande kommen könnte, hätte ich mich damit schon früher einmal versprochen. Man darf vermuten, daß auch für dieses Versprechen wohl eine positive Ursache zu finden ist.
Meine Einfälle sind: bei „verkeelde“ — das Wort „keelbeul„ (= Kehle-Henker), das ich in einem Aufsatz über Djokjakarta von Augusta de Wit gelesen habe („die Unterdrücker, Erpresser und «keelbeulen» ihres Volkes“). Dieses Wort war mir beim Lesen besonders aufgefallen. Bei Augusta de Wit denke ich an Gusta, einen der Namen, die wir eben gewählt haben für das Kind, das bald kommen muß (falls es ein Mädchen sein wird), und an de Wit, den Namen eines kleinen Patienten, eines Kindes, bei welchem ich einige Wochen vorher die richtige Diagnose nicht gestellt hatte. (Wenn es auch einer unheilbaren Krankheit galt, wobei die Therapie keinen Zweck hatte, habe ich das doch als unangenehm empfunden.) Beim ebenso sonderbaren Wort «keergat» (Kehrloch) denke ich: das wäre also ein Loch, worin etwas «gekeerd» (gekehrt, gewendet) werden muß. Jetzt fällt mir ein, daß ich vor einigen Tagen gedacht habe: wenn es (d. h. die bald zu erwartende Entbindung meiner Frau) nur nicht doch eine Steißlage ist, die «gekeerd» (gewendet) werden muß. Auch ist es mir heute morgen, als ich bei einer Patientin ein Retroflexions-Pessar wieder an seine Stelle bringen mußte, dabei nicht gelungen, dieses (wie es gewöhnlich gemacht wird) in der Vagina 180° umzukehren, so daß ich diese Patientin