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Diese inhaltsreiche Arbeit, die sich gerade infolge der gedrängten Fülle an neuen Ideen und Anregungen zur detaillierten Rezension nicht eignet, ist jedem Psychoanalytiker wärmstens zur Lektüre empfohlen. Die Konsequenz, mit der der Autor hier der Versuchung ausweicht, in der heiklen Frage von Physisch und Psychisch die reine Beobachtung mit philosophischen Fragestellungen (Erkenntnistheorie) zu verquicken, ist nachahmenswert. Er setzt einfach Physisch mit Organisch, Psychisch mit Funktional in der Pathologie gleich und weist in einer ganzen Reihe normaler wie pathologischer Zustände das Zusammenwirken beider nach, ohne die Existenz rein „psychogener“ und rein „organischer“ Zustände in Abrede zu stellen.
Zum Verfasser dieser Arbeit befähigten den Autor nicht so sehr seine physiologischen und pathologischen Kenntnisse, obzwar seine Bildung auf „organischem“ Gebiet überraschend groß ist, — sondern vor allem seine Bekanntschaft mit der Psychoanalyse, insbesondere mit dem „Unbewußten“ und den Freud schen Mechanismen. Erst mit ihrer Hilfe vermochte Bleuler „psychische Schaltungen“ auch in Prozessen anzunehmen, die früher für rein organische galten. Im einzelnen wäre gegen die Ausführungen des Verfassers vom psychoanalytischen Standpunkte manches einzuwenden. Im großen und ganzen aber bekommt man beim Lesen dieser Arbeit den Vorgeschmack einer glücklicheren Zeit, wo der sinnlose Negativismus gegenüber den Fortschritten der