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In einer ganzen Reihe von Fällen kann man die Wahrnehmung machen, daß gewisse Charakterzüge gerne auf die erotische Vorstufe — deren Sublimierungsprodukte sie eigentlich sind — regredieren, wobei Mischgebilde von erotischen und Charakterzügen zu stande kommen.
Ein Knabe gestand vor dem Jugendgericht in Pozsony, aus einer Sammelbüchse Papiergeld auf die Art entwendet zu haben, daß er lange Stäbe mit den eigenen Exkrementen beschmierte und mit ihrer Hilfe die daran anklebenden Banknoten aus der Büchse herauszog.1)
Es ist sicherlich kein Zufall, daß der Knabe, als er über Mittel nachsann, seine auf Geld gerichtete Habsucht zu befriedigen, auf diese Idee verfiel. Der Analcharakterzug des Geldsammelns brauchte dazu nur die ihm selbst zu Grunde liegende Analerotik (Koprophilie) wiederzubeleben. Es ist dies eine Art Wiederkehr des Verdrängten im Verdrängenden.
An „Hausfrauenpsychose“ leidende betätigen ihre unzähmbare Reinigungswut mit besonderer Vorliebe an Aborten. (Kombination von Reinlichkeit [Analcharakter] und Koprophilie [Analerotik].)
In mehreren Fällen konnte ich einen ausgesprochenen Geiz konstatieren, der sich aber gegen ganz spezielle Ausgaben richtete: gegen Geldausgabe für Wäschereinigung oder für Klosettpapier. Sehr viele sonst wohllebige Menschen sparen auffällig mit dem Wechsel der Wäsche und können sich zum Kaufe reinen Klosettpapiers für ihren Haushalt nur schwer entschließen. (Geiz - Analcharakter + Schmutz - Analerotik.)
In einer früheren Arbeit teilte ich schon den Fall mit, in dem ein Kind, das schön glänzende „goldene“ Kreuzer haben wollte, die Kupfermünzen schluckte und sie aus dem Kot wirklich glänzend geputzt hervorsuchte. Die chemischen Säfte des Darmkanals lösten den Rost von den Münzen. (Kombination zweier Charakterzüge: Geldliebe und Reinlichkeit, mit der ursprünglichen Analerotik.)
Die Pedanterie vieler Analcharaktere ist in nichts so streng, als in bezug auf die Pünktlichkeit der Stuhlentleerungen.
Trotz ist bekanntlich ein typischer Analcharakter