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Den vielen Mißverständnissen, die Psychoanalyse betreffend, gegenüber, welche zum Teil dadurch entstehen, daß man zuerst theoretische Ansichten hört und liest, ohne zu wissen, wie diese erworben worden sind, hat der Verfasser versucht, den holländischen Ärzten einen Eindruck zu geben von der Weise, in der jetzt die Psychoanalyse ausgeübt wird. Er stellt dabei voran, daß Freud vor allem ein Praktiker ist, der immer die Erfahrung an erster Stelle gewürdigt hat.
Die praktische Regel, daß der Patient alle ihm einfallenden Gedanken ohne Rücksicht mitzuteilen habe, wird zuerst erläutert. Bei dieser Mitteilung werden die Begriffe Widerstand und Verdrängung zur Sprache gebracht. Dann wird an einigen Beispielen erklärt, wie die verdrängten Psychismen sich indirekt äußern können in Symptomhandlungen, in zufälligen Bemerkungen und in dem Traum. Die Reaktion der Patienten auf die Analyse dieser unverstandenen psychischen Äußerungen gibt dem Analytiker wichtige Anweisungen. (Die Bejahung des Unbewußten.) (Die Schwierigkeit, Beispiele zu geben, entsteht durch die Zusammengesetztheit des Materials, wodurch Beispiele meist einen etwas willkürlichen Eindruck machen, wenn man nicht ganz ausführlich sein kann.) Im Verlauf der Analyse führen die Einfälle und Träume von selbst in die Vergangenheit zurück und es zeigt sich, daß die jetzigen Probleme mit denen der Jugend zusammenhängen. Durch die bewußte Verarbeitung werden dann die Symptome zum Verschwinden gebracht. Neben dieser intellektuellen Seite der Analyse, die in einer Aufhebung der Widerstände besteht, wodurch der ganze assoziative Verband der Psyche frei wird, kann man die psychoanalytische Aufgabe auch von der Affektseite auffassen, da jeder psychische Prozeß diese zwei Seiten hat. Die Verdrängung sieht dann wie ein Gefühlskonflikt aus, worin der Analytiker eingreift, indem er das Gewicht der auf ihn übertragenen Gefühle einsetzt. Der Unterschied mit der Suggestion besteht erstens darin, daß diese die Verdrängung unterstützt, w