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Mit der Niederschrift seiner Vorträge hat Pfister die psychoanalytische Pädagogik um eine wertvolle Arbeit bereichert; denn er stellt darin in kurzer, klarer Form alles zusammen, was der Erzieher wissen soll von dem Ablauf des unbewußten seelischen Geschehens, der Bedeutung dieser Vorgänge für das bewußte Leben, für den Aufbau der sittlichen, ästhetischen, religiösen Grundsätze im gewaltigen Kampf der Triebe gegen die Forderungen der Erziehung.
Der Begriff Verdrängung und die an ihr beteiligten psychischen Faktoren, die unterschwelligen Wirkungen der Verdrängung und die Manifestationen des Verdrängten im Alltagsleben werden dem Leser an der Hand vieler lehrreicher Beispiele aus der großen seelsorgerischen und pädagogischen Praxis Pfisters vorgeführt.
Im Kapitel „Die Ausübung der psychoanalytischen Erziehung“ stellt der Autor die uns geläufigen Forderungen der Einfachheit, der Gründlichkeit der Deutung, sowie der Vorsicht in der Verallgemeinerung gefundener Symbolwerte zusammen und entrollt das Bild vom Gang der Analyse mit dem ihr unerläßlich notwendigen Auftreten der Übertragung. Im Abschnitt über die Einfügung der Psychoanalyse in die allgemeine Erziehung betont Pf. die Wichtigkeit der psychoanalytischen Erziehung in bezug auf die ethischen Bindungen, die jederzeit hinter den neurotischen Erscheinungen stecken. Diese „ethischen Bindungen“ seien dem weltlichen und geistlichen Seelsorger von größter Bedeutung und auf diesem Gebiete liegt seine vornehmste Arbeit. Ob diese im gewohnten Milieu des Analysanden oder in einem Sanatorium die größere Aussicht auf Erfolg habe, möchte ich nicht mit Pf. kurzerhand entscheiden.
Von besonderem Werte an Pf.s Vorträgen ist der Hinweis, daß neben die allgemein gültigen Grundsätze für die psychoanalytische Tätigkeit in der erziehlichen Analyse noch spezielle treten müssen, nämlich die Schonung der Schamhaftigkeit, der freien Pietät und Ehrfurcht vor den Eltern und die Anregung zu geeigneter Arbeit sowie zu opferwilligem Empfinden und T