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Eine Patientin, die mit großer Intelligenz und viel Eifer den Vorschriften der psychoanalytischen Kur zu entsprechen bestrebt war und es an theoretischer Einsicht nicht mangeln ließ, machte nichtsdestoweniger nach einer gewissen, wohl der ersten Übertragung zuzurechnenden Besserung ihrer Hysterie lange Zeit hindurch keine Fortschritte.
Als die Arbeit überhaupt nicht von statten ging, griff ich zum äußersten Mittel und bestimmte einen Termin, bis zu dem ich sie noch behandeln will, in der Erwartung, daß ich hiedurch in ihr zureichendes Motiv zum Arbeiten schaffe. Auch dies half nur vorübergehend; bald fiel sie in die bisherige Untätigkeit zurück, die sie hinter der Übertragungsliebe versteckte. Die Stunden vergingen mit leidenschaftlichen Liebeserklärungen und Beschwörungen ihrer- und mit fruchtlosen Anstrengungen meinerseits, ihr die Übertragungsnatur ihrer Gefühle beizubringen und sie zu den realen, aber unbewußten Objekten ihrer Affekte zurückzuführen. Nach Ablauf des angesagten Termines entließ ich sie ungeheilt. Sie selbst war mit ihrer Besserung ganz zufrieden.
Viele Monate später kam sie in ganz desolatem Zustande wieder; ihre früheren Beschwerden rezidivierten mit der allen Heftigkeit. Ich gab ihrer Bitte nach und nahm die Kur wieder auf. Schon nach kurzer Zeit, sobald der bereits erreicht gewesene Grad der Besserung hergestellt war, begann sie das alte Spiel wieder. Diesmal waren äußere Umstände die Ursache des Abbrechens der Kur, die also auch diesmal unbeendigt blieb.
Eine neuerliche Verschlimmerung und die Beseitigung jener Hindernisse führten sie zum drittenmal zu mir. Auch dieses Mal kamen wir lange Zeit hindurch nicht vorwärts.
Im Laufe ihrer unermüdlich wiederholten Liebesphantasien, die sich immer mit dem Arzte beschäftigten, machte sie öfters, wie beiläufig, die Bemerkung, daß sie dabei „unten fühlt“, d. h. erotische Genitalempfindungen hat. Doch erst nach so langer Zeit überzeugte mich ein zufälliger