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Wagner ist gegen den allzu ausgedehnten Gebrauch des Wortes „psychogen“ und ist nicht der Ansicht, daß alle hysterischen Erscheinungen psychogen seien. Mögen einige hysterische Kriegserscheinungen psychogen ausgelöst sein, so seien sie doch nicht psychogen determiniert. Dagegen spreche vor allem, daß durch bestimmte Schädlichkeiten mit großer Häufigkeit ganz bestimmte Symptomgruppen ausgelöst wurden. Namentlich der Mutismus nach Granatexplosion sei viel eher auf den plötzlichen Reiz auf Ohr, Sprachzentrum, Trigeminus und Vagus und die Gehirnerschütterung zurückzuführen, als auf den Schreck. Der Schreck sei endlich auch eine physische, nicht nur psychische Erscheinung. Wagner fällt in seinem Sinne bestärkend auch auf, daß der Mutismus auf dem Wege zur Heilung noch in Stottern übergehe, das doch gewiß im Sprachzentrum lokalisiert, übrigens durch Üben heilbar sei. Für den Mutismus, der im Hinterland — ohne Explosion — entsteht, muß die rein psychogene Herkunft freilich zugegeben werden. Hier spiele aber mehr weniger unbewußte Nachahmung oft die Hauptrolle. Daß all diese Fälle auf psychische Einwirkung heilbar seien, sei kein zwingender Beweis für psychische Entstehung. In weiterem Verfolgen der Entwertung des Psychogenen hebt der Autor hervor, daß auch funktionelle Störungen durch Schuß Verletzungen des Schädels oder Gehirnes bemerkenswerterweise zu dem Gehirnzentrum, das man als geschädigt annehmen mußte, in Beziehung standen.
Ähnliche, nicht psychogene Entstehungsweisen supponiert v. Wagner den Bewegungsstörungen, namentlich der unteren Extremitäten, wie sie auf eine Granatexplosion, Schußverletzung oder ein anderes physisches Trauma zurückzuführen sind.
Auch hier sind nun Erkrankungen ohne Frontdienst oder Granatexplosion sehr häufig, also sicher psychogene, und zwar durch Zweckvorstellungen (ähnlich den Unfallneurosen) bedingt. Doch meint Wagner, daß diese Zweckvorstellungen in vielen Fällen nicht ganz unbewußt sind oder bleiben; die „Verdrängung“ der Zweckvorstellun