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Der Präsident der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung Dr. Karl Abraham in Allenstein erhielt vom stellvertretenden Sekretär der Wiener Ortsgruppe Dr. Hanns Sachs die Anregung, es möge der Vorsuch gemacht werden, nunmehr, nach fünfjähriger Pause, trotz Fortdauer des Weltkrieges, den in den Statuten vorgesehenen Internationalen Kongreß zu stande zu bringen; es wurde darauf hingewiesen, daß die Bedeutung des Kongresses für die gegenseitige Fühlungnahme der Ortsgruppen infolge der durch den Krieg hervorgerufenen Störungen des persönlichen Verkehrs und Gedankenaustausches erheblich zugenommen hat. Der Präsident erklärte sich mit der Anregung einverstanden und holte die Meinungen der Obmänner jener Ortsgruppen ein, deren Beteiligung an dem Kongreß im Bereiche der Möglichkeit lag.
Da sämtliche sich zustimmend äußerten, wurde ein vorbereitendes Komitee eingesetzt, welches als Ort des Kongresses Breslau und als Zeitpunkt den 21. und 22. September ins Auge faßte.
Infolge verschiedener technischer und Verkehrsschwierigkeiten wurde anfangs September die Verlegung des Kongresses nach Budapest, und zwar auf den 28. und 29. September beschlossen und nach Abschluß der notwendigen Vorarbeiten derselbe auch einberufen.
Der V. Internationale Psychoanalytische Kongreß fand unter Vorsitz des Präsidenten der Vereinigung Dr. Karl Abraham am 28. und 29. September 1918 in Budapest im Sitzungssaale der Ungarischen Akademie der Wissenschaften statt.