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Vor mehreren Jahren erfuhr ich von Dr. S. Ferenczi, daß das Auslöschen eines Lichtes im Traume meistens den Tod (richtiger einen Todeswunsch) bedeutet. Bei dieser Gelegenheit machte er mich auf die ungarische Redensart für „Töten“ aufmerksam: Jemandem „sein (Kerzen)licht ausblasen“.1) Zur Ergänzung der diesbezüglichen psychoanalytischen Erfahrungen dürften nachfolgende Belege aus der klassischen, deutschen Literatur mit Interesse aufgenommen werden:
In der wundervollen Beschreibung des römischen Karnevals widmet Goethe das vorletzte Kapitel einer fremdartigen Belustigung des letzten Karnevalstages, die wir am besten mit den Worten des Dichters wiedergeben:2)
„Nun wird es für einen jeden Pflicht, ein angezündetes Kerzchen in der Hand zu tragen, und die Favoritverwünschung der Römer: Sia ammazzato! hört man von allen Ecken und Enden wiederholen. Sia ammazzato chi non porta moccolo! Ermordet werde, der kein Lichtstümpfchen trägt! ruft einer dem anderen zu, indem er ihm das Licht auszublasen