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Die experimentelle Studie Pötzls knüpft an eine unter pathologischen Verhältnissen gemachte Erfahrung an: daß nämlich bei allgemeiner Störung der Abstraktion Eindrücke des indirekten Sehens verspätet und in Bruchstücken sukzessive „nachgeliefert“ werden können. P. stellte im Experiment ähnliche Vorbedingungen her, indem er Bilder tachystoskopisch sehr kurz exponierte oder die Eindrücke des indirekten Sehens benützte. Die Versuchsperson mußte zu drei Zeiten ein Protokoll geben. Sie mußte unmittelbar nach der Exposition des Bildes angeben, was sie aufgefaßt hatte. Ferner mußte sie protokollieren, was ihr im Laufe des Versuchstages zur Ergänzung der ersten Niederschrift noch einfiel. Endlich mußte sie schriftlich fixieren, was sie am nächsten Morgen an hypnagogen Halluzinationen und an Träumen in Erinnerung hatte. Dieser dritte Teil der Vernehmung wurde noch durch Zeichnungen ergänzt. Im dritten Teile des Protokolls fand Verfasser nun die nämlichen „Nachlieferungen“, wie er und andere Autoren sie bei organisch Hirnkranken kennen gelernt hatten. Die sehr interessanten Einzelergebnisse der Versuche können hier nicht wiedergegeben werden. Für den Psychoanalytiker ist es von besonderem Interesse, zu vernehmen, daß P. bei sorgsamster Versuchstechnik und größter Vorsicht in der Verwertung der Resultate die Freud sche Traumlehre vollkommen bestätigt gefunden hat. Er bezeichnet seine Ergebnisse geradezu als „experimentelle Illustrationen“ der Freud schen Lehre und hofft, diese mit Hilfe seiner Versuche auch den Experimentalpsychologen näher bringen zu können. Wie in einer früheren Arbeit tritt P. auch in der vorliegenden Schrift mit Entschiedenheit für die psychoanalytischen Lehren ein. Zugleich wird aber erkennbar, daß Verfasser inzwischen mit den psychoanalytischen Lehren um Vieles vertrauter geworden ist. So darf man von seinen weiteren Arbeiten eine wesentliche Förderung unserer Wissenschaft erwarten; namentlich dürften sie zur Beleuchtung gewisser Grenzgebiete der Psychoa