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Der Herausgeber der Deutschen Psychologie hat es leider nicht für nötig befunden, seinem Unternehmen ein Vorwort beizugeben. Darum können wir nicht beurteilen, ob das vorliegende erste Heft dem Programm gerecht wird, und ebensowenig, ob dieses selbst zu wünschen wäre. Unter den Verlagsnotizen
finden sich die Sätze: „Die Deutsche Psychologie stellt eine Arbeitenreihe von Originalabhandlungen aus dem Gesamtgebiete wissenschaftlicher Psychologie dar …“ und „Die Deutsche Psychologie behandelt folgende Gebiete: Theoretische, generelle, differentielle, verwertende, vergleichende, analytische Psychologie, Tier- und Kinderpsychologie, Völkerpsychologie, Pathopsychologie, Wirtschaftspsychologie und Taylorsystem, Psychotechnik, Sexualpsychologie, Hypnotismus, Entwicklungspsychologie usw. und deren Hilfswissenschaften“. Dies läßt vermuten, daß hier ein Zentralorgan geschaffen werden soll. Daß ein solches aber keinesfalls Originalabhandlungen bringen könnte, sondern sich auf Referate beschränken müßte, wie etwa Peters treffliches Zentralblatt der Psychologie, erscheint von vornherein gewiß. Und schon gar nicht vertrauenerweckend wirkt auf uns die völlig willkürliche, unsystematische und widerspruchsvolle Aufzählung von Gebieten heterogenster Art, die berücksichtigt werden sollen. Sollten wir uns mit der Idee einer „Deutschen Psychologie“ befreunden können, so dürfte dies doch wenigstens nicht der Name für ein Sammelsurium sein, sondern müßte die Arbeiten der führenden deutschen Psychologen vereinen, anstatt daß diese vom Herausgeber unbescheiden genug im „Merkblatt“ zensuriert, freundlich begutachtet und gütig beraten würden. Zuletzt dürften wir auch gerade von einer deutschen Psychologie ein edleres Deutsch erwarten, als auf den 30 Seiten Bücherschau geboten wird.
Müssen wir uns auch dieser Zeitschrift gegenüber zuwartend und selbst ein wenig skeptisch einstellen, so bleibt sie uns doch interessant und erfreulich durch ihre klare und positive Stellung zur Psychoanalyse. An me