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Mit Recht weist der Verfasser darauf hin, daß die psychologische Wissenschaft verpflichtet wäre, sich unter Überwindung begreiflicher Widerstände mit dem Unfug der Spiritisten und Gesundbeter, den Phantasien der Theosophen und den albernen Spitzfindigkeiten moderner Kabbalisten zu beschäftigen, — nicht nur um Gauklern und Fälschern, halbtollen Frauenzimmern und anspruchsvollen Wirrköpfen das Handwerk zu legen, also eine sozialhygienische Arbeit zu leisten, — sondern damit Wichtiges aus der Kulturgeschichte sowie der Massen- und Einzelpsychologie gedeutet würde. Der Autor bemüht sich zwar, dem Unbewußten und dem Traum gerecht zu werden, aber mit geringem Wissen von den psychoanalytischen Ergebnissen. Man müsse im Auge behalten, daß die erotischen Triebe äußerst wandlungsfähig seien und sich bis zur Unkenntlichkeit verfeinern können: der Ödipuskomplex bedeute in Wahrheit, „daß die natürliche Sehnsucht des Kindes nach Zärtlichkeit und seine Furcht vor der Härte des Pflichtlobens mit sehr starken körperlichen Empfindungen durchsetzt sind.“ Weder Ferenczis Theorie der Hypnose noch Pfisters Arbeit über das Zungenreden, noch des Referenten Beiträge zur Kritik des Hellsehens und telepathischer Phänomene sowie über die Paranoia Swedenborgs werden bei der Besprechung einschägiger Themata erwähnt. Die in diesem Buche recht vernachlässigte Psychoanalyse wird durch Völker- und einzelpsychologische Untersuchungen Beiträge zum Verständnis historischer und aktueller mystischer Erscheinungen bringend und die Deutung des mystischen Bedürfnisses des Einzelnen erledigend, eine führende Rolle bei der Klärung der in diesem Buche dankenswert zusammengestellten Themata der Geheimwissenschaft spielen!
Dr. E. H.