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Im Herbst machte mir ein Mitglied der Budapester psychoanalytischen Vereinigung die Mitteilung, daß aus dem Erträgnis industrieller Unternehmungen während der Kriegszeit ein Fonds für kulturelle Zwecke beiseite gelegt worden sei, über dessen Verwendung ihm im Einvernehmen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Budapest, Dr. Stephan Bárczy, die Entscheidung zustehe. Beide hätten sich entschlossen, den ansehnlichen Geldbetrag für die Zwecke der psychoanalytischen Bewegung zu widmen und mir die Verwaltung desselben zu übertragen. Ich nahm diesen Auftrag an und erfülle hiemit die Pflicht, dem Oberbürgermeister, welcher bald darauf dem psychoanalytischen Kongreß einen so ehrenhaften Empfang in Budapest bereitete, wie dem ungenannten Mitglied, das sich ein so hohes Verdienst um die Sache der Psychoanalyse erworben, öffentlich zu danken.
Der auf meinen Namen getaufte und mir zur Verfügung gestellte Fonds wurde von mir zur Gründung eines „Internationalen psychoanalytischen Verlages“ bestimmt. Ich hielt dies für das wichtigste Erfordernis unserer gegenwärtigen Lage.
Unsere beiden periodischen Publikationen, die „Internationale Zeitschrift für ärztliche Psychoanalyse“ und die „Imago“, sind in der Kriegszeit nicht wie viele andere wissenschaftliche Unternehmungen untergegangen. Es gelang uns, sie aufrecht zu erhalten, aber infolge der Erschwerungen, Absporrungen und Verteuerungen der Kriegszeit mußten sie sich eine ausgiebige Verkleinerung ihres Umfanges und unerwünscht große Intervalle zwischen den einzelnen Nummern gefallen lassen. Von den vier Redakteuren der beiden Zeitschriften (Ferenczi, Jones, Rank und Sachs) war einer als Angehöriger eines feindlichen Staates von uns abgeschnitten, zwei andere eingerückt und durch Kriegsdienstpflichten in Anspruch genommen, und nur Dr. Sachs war bei der Arbeit verblieben, deren ganze Last er opferwillig auf sich nahm. Einige der psychoanalytischen Ortsgruppen sahen sich überhaupt genötigt, ihre Ver-sammlungen einzustellen; die Anzahl der B