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Nach 14tägiger Behandlung erzählte eine Patientin folgenden Traum:
„Ich habe zu Hause Klavierstunde; der Professor verlangt, ich solle spielen. Er hat aber ein längliches Zeug (ein Brett?) mitgebracht und zündet es an einem Ende an. Ich soll die Hand ins Feuer stecken, weigere mich erst und tue es dann doch. Einige Mädchen ärgern sich, daß ich mit dem Professor sitze und sie nicht ins Zimmer hereinkönnen. Dann kommen sie herein und ich soll eine Operette spielen. Ein Mädchen frisiert mich, worauf der Professor aufsteht, zur Tür geht und spöttisch lächelt. Ich finde das Frisieren im Salon am Klavier auch lächerlich.“
Die Deutung des Traumes auf Grund von Einfällen zeigt, daß es ein Übertragungstraum auf den Arzt ist; die ersten paar Stunden waren der Patientin zu Hause gegeben worden, der „Professor“ hatte die Augen des Arztes und ein an ihm gesehenes spöttisches Lächeln. Die Eifersucht der Mädchen (Schwestern) auf die Behandlung, die ihnen die Schwester-Patientin mit Beschlag belegt, ist deutlich. Die Einfälle aber versagen bei jenem länglichen Holzstück, das auf Befragen als 6 Zentimeter breit und ½ Meter lang charakterisiert wird, sowie dem Hineingreifen ins Feuer. Erst elf Tage später wird die dem Arzte sofort klare, aber der Patientin verschwiegene Sexualsymbolik (Angreifen des erigierten Penis) durch eine von der Patientin unter Widerstand berichtete, seit fünf Jahren vergessen gewesene und nun plötzlich aufgetauchte Erinnerung aus dem zehnten Lebensjahre voll bestätigt. Sie lautet: „Als ich mit etwa zehn Jahren mit meinem damals 17jährigen Onkel allein, im Garten von einem Baume Pflaumen pflücken wollte, hob er mich hoch in die Höhe und kitzelte mich dabei an den Beinen. Ich warf die Pflaumen erzürnt zu Boden und aß einige. Der Onkel steckte andere in seine Hosentaschen, legte sich auf die Wiese und ich nahm ihm die Pflaumen aus den Taschen. Eine Hosentasche war zerrissen und ich zog eine Weile an seinem Gliede, als wäre es eine Pflaume, ohne es recht zu wissen.