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Im Pfarrer Pfister findet die Psychoanalyse den unermüdlichsten und enthusiastischesten Propagierer. In klarer, bildreicher und immer origineller Darstellung wendet er sich in Vorträgen an Theologen und Pädagogen und gibt dieselben dann in handlichen Bändchen gesammelt heraus. Die Heilerfolge an seinen Gemeinde- und Schulkindern sind anscheinend ausgezeichnete, und ohne die Wirkung seiner Persönlichkeit und seiner beruflichen Stellung nicht ganz zu erklären: denn seine Analysen sind ungenügend, vielfach kursorisch oder Torsi. „Es gibt auch Fälle,“ sagt Pfister in der bereits (diese Zeitschrift IV. Jahrg., Heft 6, S. 344) besprochenen Arbeit „Was bietet die Psychoanalyse dem Erzieher?“, „in denen selbst die Psychoanalyse in wenig Minuten oder Stunden eine sehr schwere seelische Verwicklung bleibend lösen kann“. Ein Lehrer „wird nach einigen Wochen analytischer Arbeit von Lebensüberdruß, schwerer religiöser Angst, Absperrung von den Menschen und einigen anderen Symptomen befreit“. Teils mag vielleicht des Autors große Erfahrung die Analysen abkürzen, teils ist es seine Stellung als Pädagoge und Seelsorger, die ihn alsbald „nach der rein negativen Erlösungsarbeit der Psychoanalyse“ mit großer Autorität gegenüber dem meist