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Zwei rassenpsychiatrische Studien über die jüdische Nervosität, von einem Juden geschrieben. Die Einstellung des Autors zum Stoffe hat überall auf die Darstellung eingewirkt und ihr eine subjektive Färbung gegeben. Sicherlich nicht zu ihrem Nachteil; denn sie ist lebendig und eindrucksvoll, ohne indes unwissenschaftlich zu sein. Dafür sorgen schon die vielen statistischen Daten, die dem Verfasser als Material und als Grundlage für seine Behauptungen dienen. Von diesen ist die wesentlichste: die Juden sind an den Geisteskrankheiten relativ stärker beteiligt als die anderen Völker, unter denen sie leben. Und zwar an den Formen von angeborenem Schwachsinn, von senilen Demenzen, allen funkt tionellen Neurosen, den Psychosen, die endogen bedingt sind (manisch depressives Irresein, Dementia praecox, Paranoia), endlich an den durch Syphilis hervorgerufenen Psychosen, wie Paralyse und Hirnlues. (In parenthesi bemerkt, scheint mir der Ausdruck Psychosen für diese letztgenannten Erkrankungen nicht zutreffend. Ref.) An den Alkoholpsychosen und der Epilepsie ist der Anteil der Juden ein geringerer, und zwar deshalb, weil einesteils Alkoholismus unter den Juden überhaupt selten vorkommt, anderseits der ätiologische Zusammenhang zwischen alkoholischen Eltern und epileptischen Kindern festgestellt erscheint. Die größere Anfälligkeit der Juden gegenüber den übrigen genannten Geisteskrankheiten ist auch nur eine scheinbare. Sie erklärt sich für die senilen Demenzen aus der durchschnittlich längeren Lebensdauer der Juden, für die Formen von angeborenem Schwachsinn u. dgl. aus dem bekanntermaßen hochentwickelten jüdischen Familiensinn, der sich auch in der Sorge um die geistig minderwertigen Kinder bestätigt. Lediglich für die endogen-konstitutionell bedingten Psychosen und alle funktionellen Psychoneurosen ist ein unbedingter prozentualer Überschuß bei den Juden zu konstatieren. Aber auch er darf nicht als Beweis für eine Rassendegeneration angesehen werden, sondern er ist eine Folge