You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Wenn in einem Buche, dessen erste drei Kapitel teils einleitend, teils allgemeiner Natur sind, in dem acht Kapitel ausschließlich dem Hypnotismus und nur drei der ganzen übrigen Psychotherapie gewidmet sind, die Freudsche Psychoanalyse in einem eigenen Abschnitt auf zehn Seiten abgehandelt wird, so kann das immerhin als Beweis dafür gelten, daß sie sich auch in der gefährlichen Nachbarschaft des Hypnotismus zu behaupten weiß.
Um gerecht zu sein, muß man im übrigen feststellen, daß sich der Autor bemüht — auch gegen Widerstände —, eine objektive Darstellung der Freudschen Lehren zu geben und daß er, im Gegensatz zu anderen Kritikern, darauf verzichtet, aus negativen Erfolgen, die seinen Psychoanalysen beschieden waren, ein Urteil über den therapeutischen Wert der Methode zu fällen. Die oben erwähnten Widerstände werden namentlich in der wohlwollenden Art manifest, in der die Einwände verschiedener Autoren gegen die Theorien Freuds aufgezählt werden. Der des Verfassers selbst, daß die kindliche Exhibition Folge des Lustbedürfnisses sei und zu einer Lustgewinnung geschehe, die mit Sexualität nichts zu tun habe, sei nebenbei erwähnt.
Einspruch ist dagegen zu erheben, daß dort, wo — sichtlich etwas ironisierend — von der systematischen Symboldeutung die Rede ist, der für sie verantwortliche Autor (Stekel) nicht genannt wird.