You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der bekannte, überaus fruchtbare Autor gibt eine recht übersichtliche Systematik seines Stoffes, zumeist gute, zum Teile sehr anschauliche Beschreibungen der äußeren Erscheinungen kindlicher Geistesstörungen mit gewissenhafter Benützung zahlreicher, freilich einseitig in seiner Forschungsrichtung gelegener Literatur. Bezeichnend für sie ist die Tatsache, daß sich in der die funktionellen Psychosen behandelnden zweiten Hälfte des Werkes der Name Freuds nur einmal findet, bei der Schilderung der „Geistesstörungen aus Zwangsvorstellungen“. Der Satz lautet: „Der Hypothese Freuds, daß verhaltene Sexualerregungen eine wichtige ätiologische Rolle spielen, kann ich nicht beipflichten.“ In dieser Form hat das Freud wohl niemals behauptet, aber der sonst so gewissenhafte