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Dr. S. Ferenczi, der gegenwärtige Zentralpräsident der „I. Ps.-A. V.“, wurde von der ungarischen Räteregierung zu einer der ordentlichen Professur gleichwertigen Stellung an der Universität Budapest berufen und hält bereits im laufenden Sommersemester vor einem sehr zahlreichen Auditorium ein dreistündiges Kolleg über „Psychoanalytische Psychologie für Ärzte“.
Gleichzeitig leitet Dr. Ferenczi die neugegründete psychoanalytische Universitätsklinik in Budapest.
In Leipzig hat sich über Anregung des Herrn R. H. Voitel, stud, med., eine „Gesellschaft für psychoanalytische Forschung“ gebildet, welche bereits eine beträchtliche Anzahl von Personen der verschiedensten akademischen Berufe umfaßt und sich in ernster Arbeit durch Vorträge, Diskussionen und gemeinsame Lektüre um die Verwirklichung ihrer Absichten bemüht. Die junge Gesellschaft, der das beste Gedeihen zu wünschen ist, hat ihren Kontakt mit der Intern, psychoanalyt. Vereinigung hergestellt.
In Warschau hat sich eine psychoanalytische Vereinigung gegründet, der bis jetzt 12 Mitglieder, vorläufig ausschließlich Ärzte, angehören.
Dr. Hanns Sachs, der zurzeit in Zürich weilt, hält dort private Kurse über Psychoanalyse für Anfänger und Vorgeschrittene, die eine erfreuliche Teilnehmerzahl aufweisen.
Dr. Ernest Jones hat am 17. Mai an der Universität London einen zweistündigen Vortrag über die „Psychopathologie des Alltagslebens“ vor einer sehr zahlreichen Zuhörerschaft gehalten. In der folgenden Woche sprach er in der „Psychotherapeutic Society“ „über die Handhabung der Traumdeutung in der psychoanalytischen Kur“.
Im „Internationalen Psychoanalytischen Verlag“, Leipzig und Wien, sind die drei ersten Bände der „Internationalen Psychoanalytischen Bibliothek“ ausgegeben worden. Nr. 1: „Zur Psychoanalyse der Kriegsneurosen“ mit Beiträgen von Prof. Freud, Dr. Ferenczi, Dr. Abraham, Dr. Simmel und Dr. Jones. Nr. 2: „Hysterie und Pathoneurosen“ von Dr. S. Ferenczi. Nr. 3: „Zur Psychopathologie des Alltagslebens“ von Prof. Dr. Sigm