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Bekanntlich kehrt das Bild des Geliebten im Verfolgungswahn als „Verfolger“ zurück, in der Regel mehr oder weniger larviert, z. B. an Stelle des geliebten Vaters tritt der verfolgende Chef. Freud nannte diese Erscheinung die Rückkehr der verdrängten Libido, und zwar mit umgekehrtem Vorzeichen, das heißt, was als Liebe verdrängt war, kehrt als Haß zurück. Dieser Haß wird projiziert und stellt den Inhalt des Wahnes dar.
Natürlich ist in irgend einer Ambivalenzeinstellung die Gruud-bedingung für das Zustandekommen einer solchen Umkehrung zu suchen. Es bleibt dabei noch die Frage nach den speziellen Bedingungen übrig.
Nach meinen Beobachtungen ist der Inhalt des Wahnes sehr oft die anale Verfolgung1). Auch in den Fällen, wo allerlei andere Quälereien, Bestrahlungen usw. oder einfache Neckereien oder Benachteiligung von Seite bestimmter Personen angegeben werden, kann man, wenn man das Vertrauen der Patienten gewonnen hat, unerwartet und unter Zeichen, welche zum Preisgeben eines wichtigen Geheimnisses gehören, zu hören bekommen, wie außerdem das Eigentliche in einer so unerhörten Schufterei bestehe, über die man eigentlich nicht sprechen könne, und die dann durch Gebärden und Andeutungen zu erraten gegeben wird. Ein paar Beispiele führe ich an:
Eine ältere Kranke (klinisch manisch-depressive Mischform mit systematisiertem hypochondrischen und nihilistischen Verfolgungswahn) bringt u. a. die Klage vor, daß man sie zu einem „umgekehrten“ Frauchen gemacht habe. Auf die Frage nach der Bedeutung dieser Äußerung antwortet sie, augenscheinlich zerstreut und ohne Zusammenhang, mit der Frage: „Man hat mich durch die kleine Pforte geführt, man geht doch durch die große Pforte. Man bleibt doch bei seinem eigenen Manne und bei der großen Pforte. Man geht doch nicht mit den Neckverdrehern