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Unsere internationale Zeitschrift für ärztliche Psychoanalyse ist wohl die einzige, die während des ganzen Weltkrieges und trotz mannigfacher persönlicher Schwierigkeiten ihrer Mitarbeiter den internationalen Charakter konsequent aufrecht erhalten und nach Möglichkeit die Beziehungen zwischen den internationalen psychoanalytischen Vereinigungen der verschiedenen Länder (Amerika, Deutschland, England, Holland, Österreich, Schweiz, Ungarn) gepflegt hat.
Umsomehr fühlen wir uns berufen, unsere Leser zu Gunsten eines internationalen Werkes aufzufordern, dessen Zweck zwar kein wissenschaftlicher, wohl aber ein allgemein menschlicher ist.
Das Hungerelend hat in mehreren Ländern, besonders in Wien, einen entsetzlichen, die gesamte Kultur bedrohenden Grad erreicht, über dessen erschütternde Einzelheiten wir uns hier nicht näher auszusprechen haben. Da auch die psychoanalytische Forschung auf dem gemeinsamen Grunde allgemeiner Menschlichkeit ruht und ohne sie nicht bestehen kann, fordern die unterzeichneten Vorsitzenden und Zentralorgane der Internationalen psychoanalytischen Vereinigung Sie in herzlicher und dringender Weise auf, alle Kräfte einzusetzen, um der Hungersnot so rasch als möglich abzuhelfen. Wir bitten Sie, durch intensive Propaganda in den weitesten Kreisen die Hilfsaktionen Ihrer Länder nach Möglichkeit zu unterstützen, und zwar mit Lebensmitteln, Kleidern (auch Wäsche und Schuhe) und Geldspenden.
Die Unterzeichneten sind gerne bereit, freundliche Gaben jeder Art entgegenzunehmen und dem großherzigen Zwecke sofort