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Seitdem Freud im Jahre 1908 die große Bedeutung der unter dem Namen Analerotik zusammengefaßten Triebregungen insbesondere für die Ichentwicklung des Individuums — „Charakter und Analerotik“ — hervorgehoben hat, ist das Thema durch eine stetig wachsende Reihe von Einzeluntersuchungen zahlreicher Autoren immer mehr erweitert und in: seiner grundlegenden Wichtigkeit klargemacht worden. Diese Arbeit konnte, wie es sich ergab, nur unter mannigfachen Widerständen nicht allein der Außenstehenden, sondern auch von selten der Beflissenen der Analyse selbst geleistet werden, weil sie ein den verschiedensten Wandlungsprozessen extrem unterworfenes psychisches Gebilde betraf, und macht jedesmal, wo sie auftaucht, aus ähnlichen Gründen eine der Lösung zunächst am meisten entgegenstehende Aufgabe der psychoanalytischen Behandlung aus. Eine namentliche Anführung der Ergebnisse erübrigt sich, denn sie ist zum nicht geringen Teil mit dem Fortschritt der Psychoanalyse im letzten Jahrzehnt eng verbunden und daher wohlbekannt. So reichhaltig aber und weitverzweigt die einschlägige Literatur zurzeit vor uns liegt, läßt sie bei ihrer Umfänglichkeit eines immerhin vermissen, nämlich die ausführliche Darstellung der bislang geklärten Verhältnisse über die Analerotik im Rahmen entsprechender klinischer Einzelfälle. In diesem Belange hat Freud allein, und zwar in vorbildlicher Weise, weitergeschaffen. Ich denke hier an die diesbezüglichen Kapitel der Studien „Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose“ (Kl. Schriften etc., III. Bd.) und „Aus der Geschichte einer infantilen Neurose“ (Kl. Schriften etc., IV. Bd.)1). In beiden läßt uns die Darstellung den