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Heft 1: Über die Darstellung allgemeiner Biologie von Julius Schaxel, 1919.
Heft 2: Das Problem der historischen Biologie von Richard Kroner, 1919.
Diese neueste Sammlung biologischer Monographien beabsichtigt nicht, neue Ergebnisse der Lebenswissenschaft zu publizieren, sondern das alte Material einer kritischen und historischen Prüfung zu unterziehen und in erster Linie die biologischen Begriffe, deren Vieldeutigkeit zu so manchen Mißverständnissen Anlaß gibt, kritisch zu bearbeiten.
Im ersten Heft kritisiert der Herausgeber selbst, Prof. Schaxel, die Art, in der bis jetzt allgemeine Biologie dargestellt wurde und weist uns auf den Weg, auf dem Klarheit über die Ordnungsgrundsätze dieser Disziplin gewonnen werden kann.
Einleitend gibt Schaxel eine kurze geschichtliche Skizze der allgemeinen Biologie und der Schicksale des von Lamarck eingeführten Namens. Von den medizinischen Disziplinen sagt der Verfasser, daß in ihnen die Neigung zu selbständiger Stellungnahme zu den allgemeinen biologischen Problemen gering ist. „Nur die Psychiatrie erhebt sich neuerdings vielleicht allzu leicht beschwingt zu selbst erst nach eigenen Grundsätzen suchender Psychologie, nachdem sie zuvor in ihrer pathologisch-anatomischen Schule lange im Banne des Materialismus und seiner Ausklänge gestanden ist.“ Zusammenfassend wird festgestellt, daß das Gebiet der allgemeinen Biologie eigentlich nicht abgegrenzt ist und ihr Name nur unbestimmt gebraucht wird.
Außerordentlich bedeutsam sind die Ausführungen Schaxels über den Gegenstand der allgemeinen Biologie, über das Leben. Das Leben ist auf zweierlei Weise der Betrachtung zugänglich: als eigenes Erleben und als Erscheinung der uns umgebenden Natur. Infolge mangelhafter „Selbstbesinnung des Wissenschaftsbetriebes“ spielen aber in den geläufigen objektiven Lebenstheorien Vorstellungen des eigenen Erlebens, meist verhüllt, die allergrößte Rolle; überall schleichen sich subjektive Komponenten ein. Die Charakterisierung der Vitalität schließt der Ver