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Am 14. Februar 1. J. eröffnete die Berliner Psychoanalytische Vereinigung eine Poliklinik für psychoanalytische Behandlung nervöser Krankheiten.
Die Gründung der Poliklinik geht auf eine Anregung Professor Freuds zurück, welche er auf dem letzten Kongreß in Budapest in seinem Vortrage: „Wege der psychoanalytischen Therapie“ gegeben hat. Er faßte damals am Schlusse seiner Rede eine Situation ins Auge, die er zunächst noch in die Zukunft verwies, aber zugleich als eine solche bezeichnete, auf die man sich ernstlichst vorzubereiten hätte. „Irgend einmal wird das Gewissen der Gesellschaft erwachen und sie mahnen, daß der Arme ein ebensolches Anrecht auf seelische Hilfeleistung hat wie bereits jetzt auf lebensrettende chirurgische.“ „Dann werden also Anstalten oder Ordinationsinstitute errichtet werden, an denen psychoanalytisch ausgebildete Ärzte angestellt und, um die Männer, die sich sonst dem Trunk ergeben würden, die Frauen, die unter der Last der Entsagungen zusammenzubrechen drohen, die Kinder, denen nur die Wahl zwischen Verwilderung und Neurose bevorsteht, durch Analyse Widerstands- und leistungsfähig zw erhalten. Diese Behandlungen werden unentgeltliche sein. Es mag lange dauern, bis der Staat diese Pflichten als dringende empfindet. Die gegenwärtigen Verhältnisse mögen den Termin noch länger hinausschieben, es ist wahrscheinlich, daß private Wohltätigkeit mit solchen Instituten den Anfang machen wird; aber irgend einmal wird es dazu kommen müssen.“
Mehrere Monate nach Beendigung des Krieges und nach der allmählichen Wiederaufnahme der Arbeit, im Juni 1919, schlug der Referent der Berliner Psychoanalytischen Vereinigung vor, die Initiative in die eigene Hand zu nehmen, statt noch länger auf die Hilfe staatlicher oder sonstiger Behörden zu warten. Von privater Seite kamen dann sehr rasch die Mittel zusammen, welche die Einrichtung und Inbetriebnahme der Poliklinik ermöglichten.
Die in den jetzigen Zeiten außerordentlich großen Wohnungsschwierigkeiten wurden nach mo