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Die niedergehende akademische Experimentalpsychologie verwandelt sich anscheinend in eine Psychologie der psychophysischen Arbeitsbedingungen. Die Hilfsmittel sind die alten, experimentellen, das Objekt aber ist — endlich — das tätige Leben. Die Literatur darüber wächst in dem Maße, wie die veraltete zurückbleibt, und sie atmet einen erfreulich frischen Geist.
Die Psychotechnik kam durch die Wirtschaftsnot zur Anerkennung. Ihr Ursprung ist der amerikanische Taylorismus. Wir erkennen in ihr eine noch hoch entwicklungsfähige und notwendig gewordene Forschungs-methode, soweit sie die objektiven Arbeitsbedingungen erforscht und die subjektiven richtig wertet. Es steht außer Zweifel, daß der noch verhältnismäßig einfache, bewußte Punktionenkomplex von Wahrnehmungen, Bewegungen, Aufmerksamkeit usw. in Stichproben erfaßbar ist. Es handelt sich um eng begrenzte, mechanische Tätigkeiten, die nicht bleibende Persönlichkeitswerte vermitteln, die automatisch und reflexiv vor sich gehen sollen. Die Psychotechnik hat darum dort große Erfolge, wo Automatismen und Reflexe verlangt sind (Maschinenbedienung, Kontrolltätigkeiten, Lenkerberufe). Die Produktion oder Betriebssicherheit soll nach