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In dieser größtenteils referierenden, intelligenten Arbeit eines Dänen zeigt sich so recht der Schaden, den Jung anrichtet, indem er, in den Grundlagen und der Therapie so weit von Freud abgerückt, noch immer den Namen „Psychoanalyse“ auch für seine abweichende Lehre festhält. Kennen sich schon viele deutsche Leser mit der Libido nicht
mehr aus, so ist der Ausländer natürlich ganz verloren. Ähnlich geht es mit der Introversion. Das selige „obligate Trauma“ erscheint als Gespenst. Die Therapie besteht auch in „Harmonisierung“. Kein Wunder, daß der Autor meint, die Psychoanalyse sei eine „vielgestaltete Schöpfung“, und „der Analytiker projiziere seine eigenen Komplexe und psychopathischen Zustände in seine Patienten hinein“.
Es gibt nur eine Psychoanalyse, d.i. die mit der Freudschen objektiven Technik erfahrungsgemäß festgestellte und von Freud zum hypothetischen System vereinigte Tatsachenreihe. Inkonsequenz und Oberflächlichkeit der Technik, subjektives Eingreifen und entsexualisie-renden Tendenz schaffen Anderen Resultate, die mit Freuds Erfahrungen und Lehren, also mit dem, was rechtlich Psychoanalyse heißt, nichts mehr zu tun haben.
Dr. E. Hitschmann