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Der bekannte, erfinderische Berliner Arzt wäre mit Rücksicht auf seine schwelgerische Sprachkunst und sein Popularisierungstalent medizinischer Themen als ein nicht ungefährlicher Menschen-Bölsche zu bezeichnen. Die Hysterie ist ihm eine Formen schaffende Ideenperversion, sie weist im Kranken das auf, was das Grundgesetz der Natur ist: Formenbildung aus Idee. „Sie ist eine Ausschweifung der Phantasie, ein Gewaltstreich derselben, ein Einbruch in die Fluren und Heimstätten friedlicher Zellager. Man sollte sie also eine Arroganz, eine Prätention, eine Orgie der Phantasie, eine Phantasiasis nennen… Ja, was noch wichtiger ist, erst diese Betrachtungsweise ergibt Aussichten auf eine rationelle Behandlung des weitverbreiteten Leidens. Sie kann nur von den systematischen Übungen am Mechanismus der Phantasieorgane ausgehen durch eine Art rhythmischer Gymnastik der Benda schen und der Gefäßmuskeln nach dem Prinzipe der Exerzitien des Ignatius von Loyola…“
Der sich hinter solchem Schwulst verbergende Grundgedanke, daß die Hysterie zu Formveränderungen im Leibe führt, bedeutet offenbar die Konversion