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a) Zweites Heft. Psychiatrie, von Prof. E. Meyer (Königsberg).
Verfasser betont, daß das Grundprinzip jeder Behandlung der Hysterie („Psychogenic“) Psychotherapie sein muß. Doch sei eine Abschätzung der verschiedenen, durch physikalisch-diätetische Therapie unterstützten Methoden gegeneinander unmöglich, da man — wie zwischen den Zeilen eingestanden wird — bei jedem einzelnen Falle der Willkür individueller Zufälligkeiten preisgegeben ist. „Nur so viel kann man vielleicht — ohne auf die einzelnen Behandlungsmethoden einzugehen — sagen, daß der Praktiker die Hypnose nur, wenn er darin erfahren ist, zur Anwendung bringen sollte und daß die Freudsche Methode jedenfalls für die Praxis nicht geeignet erscheint.“ (S. 102.)
b) Drittes Heft. Neurosen, von Prof. L. W. Weber (Chemnitz).
Am Schlusse seiner Erörterungen kommt Verfasser auch auf die Psychoanalyse zu sprechen und skizziert deren Voraussetzungen und Methoden in sehr gedrängter Form. Dieser Kürze der Darstellung will es Referent zuschreiben, daß sie nicht unwesentliche Mißverständnisse und Irrtümer aufzeigt, wie z. B. die Behauptung, daß „Freud in seiner Traumdeutung ein förmliches Lexikon (der Symbole) ausgearbeitet“ hätte. Sodann fährt er folgenderweise fort:
„Diese Theorie enthält tatsächliche Unrichtigkeiten und innere Widersprüche, die in der Literatur der letzten Zeit ausführlicher nachgewiesen wurden. Ihre praktische Anwendung ist vielfach bedenklich, besonders weil sich Unberufene (Pfarrer, Lehrer) darauf gestürzt haben und förmliche psychoanalytische Orgien mit Kindern und Erwachsenen treiben. Dabei wird in dem ohnehin psychisch labilen und haltlosen Menschen das so bedeutsame sexuelle Triebleben ständig aufgerührt und in Erregung gehalten; es wird unbedeutenden seelischen Erlebnissen eine unberechtigte Wertschätzung beigelegt und allmählich eine übertriebene Selbstbeobachtung gezüchtet, die bei der oft erwähnten egozentrischen Richtung im Denken und Fühlen des Neurotikers nicht gut ist. .… Auch spielt die Kos