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Frau Dr. med. X., die mir einige ihrer Träume aus wissenschaftlichem Interesse unter Befolgung der psychoanalytischen Grundregel erzählte, verdanke ich die folgenden zwei, wie mir scheint nicht uninteressanten, Deutungen von merkwürdigen Maschinen im manifesten Trauminhalt.
„.… Der Bauer zeigt mir darauf eine merkwürdige Maschine, so eine Art Turbine, und erklärt sie mir. Es war eigentlich keine Turbine, sondern eine große Art Schüssel, und dabei war ein Rad mit Stricken, an dem Steine befestigt waren. Er sagte mir, daß man in dieser Maschine aus Milch Rotwein machen kann. Ich dachte, daß das eine großartige Erfindung ist, und warum der dumme Kerl sie nicht ausnützt.…“
Das hier Angeführte ist ebenso wie Traum II ein Bruchstück eines Traumes, der von mir ausführlich analysiert wurde, bis zur Formulierung der Traumgedanken, und bis zur Aufdeckung einzelner infantiler Verstärkungsquellen. Im folgenden wird nur jener Ausschnitt aus dem Material gebracht, der zur Deutung der Maschine nötig ist.
Der Bauer ist eine Sammelperson, in der mehrere männliche Personen vereinigt sind, für die das Gemeinsame der Vorwurf der Träumerin ist, sie wären ihr gegenüber nicht rücksichtsvoll gewesen. Erst spät in der Analyse zeigt sich, daß eine wichtige mitverdichtete Person, ihr
Gatte, Maschineningenieur ist, „er erklärte ihr die Maschine“. Zur Turbine fällt ihr ein: sie ist glänzend wie eine Badewanne; ich habe noch nie eine so glänzende Schüssel gesehen. Rund, nicht oval wie eine Badewanne. Zu Rotwein und Milch will gar nichts einfallen. Erst von einer anderen Stelle des Traumes, an der er als Wunsch sich erweist, die Menstruation möge erst acht Tage später eintreten (damit nämlich die Zeit bis dahin ausgenützt werden könnte), ergeben sich plötzlich die Einfälle: Rot — Blut; und Turbine ist wie ein großes Pessar. Der Gatte gestattet das Tragen eines Pessars nicht, was sie rücksichtslos findet, da sie vorläufig kinderlos bleiben möchte. Und nun wird klar, was die Maschine ist, sie ist ni