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Die Berichte von Menschen, welche in Lebensgefahr gestanden, ergänze ich durch die Niederschrift eines eigenen Erlebnisses aus der elften Isonzo-schlacht, die sich von allen früheren Aufzeichnungen dadurch unterscheidet, daß sie gleichzeitig eine Analyse der erlebten Halluzinationen gibt und somit einen tieferen Einblick in das Seelenleben eines Sterbenden gewährt. Gleichzeitig gestattet sie einen Blick in den Mechanismus der Halluzinationen. Ich gebe den
Vorbericht. Nach einem dreistündigen schweren Trommelfeuer, das unsere Nerven stark hergenommen hat, setze ich mich in den Unterstand, ein Häuschen aus Fußbodenbrettern, das an eine 2 Meter hohe Felswand angebaut ist. Der Unterstand ist von Verwundeten gefüllt, die ich hineinschaffen habe lassen. Ich kauere mich in einen Winkel der Bude, ein Kamerad, der keinen Platz mehr findet, hockt sich auf mich. Es ist einbrechende Nacht. Der Feind wirft zahllose leichte Minen. Der Rest der Kompagnie steht draußen an die Wand gedrückt. Plötzlich fällt eine Mine auf den Kalkfelsen, kollert herab und stürzt auf das Dach der Bude. Ich höre das Aufschlagen des Eisenstückes und während mich die Erkenntnis des Sachverhaltes durchblitzt, schreien draußen die Leute schon auf und ergreifen die Flucht. Ich suche mich aufzurichten, den Kameraden wegzudrücken, da wendet sich dieser um und sagt: „Was willst du noch, wir sind doch verloren!“ Darauf antworte ich: „Recht hast du!“ und sinke zurück an die Wand. Gleichzeitig beginnen die Halluzinationen. Ich kehre vom Felde zurück. Meine Schwester steht im erleuchteten Zimmer, den Knaben am Arm, der Freudentränen im Auge hat. Während Mutter mich begrüßt und sagt: „Nun bist du wieder daheim,“ werfe ich einen Blick durch das Zimmer und denke: „Die haben recht, die es bewundern,“ und gebe dann Antwort auf die Bemerkung der Mutter: „Ja, aber diesmal ist es knapp gegangen.“ Eine Erinnerung geht durch mein Bewußtsein, daß eine brennende Mine 50 Zentimeter über meinem Haupte liegt. Beinahe packt mich d