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Die offizielle Psychiatrie hat sich seit einiger Zeit bekanntlich zur Selbstkritik entschlossen. Die Selbstkritik hier lautet mit Recht wie folgt: „Die Klinik hat über der Sucht nach Systematik an Verständlichkeit und Lebensnähe ihre Ergebnisse verloren; sie hat den Faktor der Persönlichkeit, der Individualität vernachlässigt; ihre Experimental psychologie arbeitet nicht voraussetzungslos, sondern beschwert von Hypothesen, schablonenhaft seelenlos, und die klinisch-psychiatrische Betrachtungsweise der Gei-steskrankheiten leidet an Einseitig keit, an Symptomen-sucht, ermangelt der allseitigen Einfühlung, erfordert eine Reform in der Richtung des Individuellen, des seelisch Intentionalen, des Mehrdimensionalen. Die Längsschnittpsychiatrie soll durch eine Psychopathologie des individuellen Querschnittes ergänzt oder gar ersetzt werden. Nicht mehr das ungeschriebene Gesetz eines schulgerechten Krankheitsprozesses, sondern viele Faktoren (Konstitution, Erlebnis, Trauma, Chok, Situation,