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Den innigen Zusammenhang zwischen unbewußten homosexuellen Neigungen und der Vorliebe für öffentliche Häuser zeigt sehr deutlich der Inhalt der Broschüre „Ein ernstes Wort ohne Umschweife“, betitelt „Städtische Lusthäuser“ von M. K. G. mit einem Vorwort von Professor Dr. C. Fränkel, Geheimer Medizinalrat und Direktor des Hygienischen Instituts Halle a. d. Saale1), deren Kenntnis ich der Liebenswürdigkeit Abrahams verdanke. Zuerst werden die Nachteile und Gefahren der freien Prostitution in Großstädten, insbesondere in Berlin, als Schandfleck unserer Kultur und als eine furchtbare Gefahr für Moral und Gesundheit unseres Volkes in den grellsten Farben mit stärksten Worten geschildert. Insbesondere das traurige Los der Prostituierten wird in einer Weise beschrieben, welche geeignet wäre, selbst das Horz des härtesten Sünders zu erweichen. So könnte man auf den Gedanken kommen, daß dem Autor nur die Befolgung von „Christi Gebot, daß die Rettung der Sünder und die Bewahrung vor der Sünde die vornehmste Aufgabe jedes Menschen ist“, am Herzen liegt. Jedoch sehen wir, was dahinter steckt! Er schlägt nicht etwa die Überführung der Befriedigung der geschlechtlichen Bedürfnisse der Männerwelt durch reglementierte und nicht eingeschriebene Prostituierte in eine feinere Form der sexuellen Befriedigung vor, sondern wünscht, daß sich der gesamte außereheliche Geschlechtsverkehr Berlins in zehn „städtischen Lusthäusern“ mit je 5000 „Lustfrauen“ als Insassinnen abspielt, und wünscht den ganzen übrigen außerehelichen Geschlechtsverkehr mit Stumpf und Stiel durch gesetzliche Maßnahmen ausgerottet zu sehen. Aus der genauen Beschreibung dieser Lusthäuser und den Zwecken, welchen sie dienen sollen, geht mit Deutlichkeit hervor, daß es keine infantile Regung eines Zwangsneurotikers gibt, welche in dieser Broschüre nicht deutlich zu Tage treten würde. Am auffallendsten, weil sie den größten Raum in der Broschüre einnehmen, sind die Berechnungen der Gewinne für die Stadt und der Ersparnisse