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Indem der Autor als Herzpatholog die imposante Erfahrung der Angst im echten stenokardischen Anfall in den Vordergrund stellt, kommt er — wie schon andere vor ihm — zu dem Schlusse, daß „die Angstempfindung eine spezifische Empfindung des Herzens sei, der spezifische Sinn des Herzens“. Die Angstempfindung des Stenokardikers entstehe unmittelbar im Herzen, wie die Gehörsempfindung im Ohre, die Lichtempfindung im Sehnerven.
Brauns Anschauung geht noch weiter. Alle Äußerungsformen der Angst haben nach ihm einmal von dieser elementaren Empfindung des Herzens ihren Ausgang genommen.
Über die Psychogenie von Angstempfindungen äußert sich der Autor folgendermaßen: „Die Psychogenie der Angstempfindung beweist nichts anderes, als daß das Organ des Bewußtseins — gleichsam halluzinierend — die betreffende Empfindung auf ihren physiologischen Ursprungsort