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Daß der psychologischen Denkrichtung eine weite Selbständigkeit gebührt, darf wohl nicht bezweifelt werden. Wenn man bei psychoanalytischen Erklärungsversuchen (bei welchen doch allein diese selbständige Richtung zu Ehren gekommen ist) physiologische Momente mithincinzieht, so wirkt man verwirrend, man wird vor die nicht zu lösende Aufgabe gestellt, inkongruente Vorstellungen zu einem konsequenten Gedankengange zu verknüpfen.
Einen ähnlichen Eindruck gewinnt man von der vorliegenden Arbeit. Der Verfasser beruft sich hier auf seine physiologischen Darlegungen in einer früheren Arbeit: „Una teoria biologica dell'isterismo1)“, worin er vorschlägt, die Nerveneinheiten (Ganglienzellen) der verschiedenen Abschnitte des Nervensystems, je nach ihrer funktionellen Dignität, durch eine verschiedene Nomenklatur von einander zu differenzieren. So nennt er die Zellen der Hirnrinde, „von welcher vielleicht nur einige Schichten der Sitz des Bewußtseins im spezifischen Sinne der spontanen Tätigkeit der Introspektion und Reproduktion sind“, Psychionen (psichioni); die Zellen der thalamomesenzephalen Zentren, des Substrates psychischer Leistungen niederen Ranges, Psychoneuronen; die des Kleinhirnes, des Bulbus und des Rückenmarkes Neuronen; die Zellen des sympathischen Nervensystems, Ganglioneuronen. Die jedem dieser Abschnitte eigenen Leistungen gehen unter der Herrschaft einer strengen Koordination vor sich. Vorgänge, bei welchen sich einzelne Elementengruppen in der Punktion vom Ganzen abspalten, zu einer funktionellen Unabhängigkeit gelangen, nennt Autor, je nach ihrem Sitze, Psychoschise (psicoschisi), Psychoneuroschise usw. Es werden die einzelnen Erscheinungen dieses Vorganges, sowohl die pathologischen als“ auch die nicht pathologischen, nach bestimmten Prinzipien eingeteilt; doch für uns ist es zwecklos, auf Details dieser Darlegungen einzugehen. Es sei nur hervorgehoben, daß der Begriff der Psychoschise ein rein anatomisch-physiologischerist.
Unter mnestischem Negativismus (N