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Von der Überzeugung ausgehend, daß „auf dem Gebiete der sogenannten Nerven- und Geisteskrankheiten ein Allheilmittel ebensowenig wie in allen übrigen Zweigen der praktischen Medizin existiere und daß darum das Behandlungsverfahren in jedem einzelnen Falle nach Diagnose, Indikation und Verlauf der Krankheit verschieden gewählt und verschieden gehandhabt werden müsse“, spricht Verfasser der „Arbeitstherapie“, „Überredung“, „Erziehung zur Selbstbeherrschung“ sowie den „Suggestivbehandlungen“ das Wort — „natürlich stets unter engster Berücksichtigung der betreffenden Individualpsychologie“. Wir fragen uns, ob es dem Verfasser denn unbekannt sei, daß biedere praktische Ärzte aller Zeiten diesen Lehren gehuldigt haben und es auch heute tun, ohne in das Wesen seelischer Krankheitsprozesse im engeren Sinne eindringen zu wollen und können, und daß diese praktischen Ärzte — gewiß keine Förderer der psychiatrischen Wissenschaft — mit ihren Patienten es ebenfalls verstanden haben (und es heute verstehen), gut fertig zu werden? Es mutet seltsam an, mit