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Die Grundlagen der psychoanalytischen Technik haben seit der Einführung der Freud schen „Grundregel“ (der freien Assoziation) keine wesentliche Änderung erfahren. Ich will gleich eingangs hervorheben, daß dies auch meine Vorschläge nicht bezwecken; im Gegenteil, ihr Ziel war und ist, die Patienten durch gewisse Kunstgriffe in die Lage zu versetzen, die Regel der freien Assoziation besser einhalten und hiedurch die Erforschung des unbewußten psychischen Materials fördern oder beschleunigen zu können. Auch bedarf es dieser Kunstgriffe nur in gewissen Ausnahmsfällen. Bei den allermeisten Kranken läßt sich die Kur ohne besondere „Aktivität“ seitens des Arztes oder des Patienten durchführen, und auch in den Fällen, in denen man aktiver vorzugehen hat, soll sich diese Einstellung auf das aller-notwendigste Maß beschränken. Sobald die Stockung der Analyse die eigentliche Rechtfertigung und das Motiv der Modifikation überhaupt, überwunden ist, wird sich der Sachkundige schleunigst auf den passiv-rezeptiven Standpunkt zurückziehen, der auch für das Unbewußte des Arztes die günstigsten Bedingungen zur werktätigen Mitarbeit schafft.
Wie fast jede Neuerung erweist sich auch die „Aktivität“ bei näherem Zusehen als etwas Altbekanntes. Nicht nur, daß sie in der Vorgeschichte der Psychoanalyse bereits eine wesentliche Rolle gespielt hat: sie hat in gewissem Sinne nie aufgehört zu existieren. Es handelt sich also hier um die Schaffung eines Begriffes und eines Kunstausdruckes für und die zweckbewußte Verwendung von etwas, was de facto, wenn auch unausgesprochen