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Der Autor dieser wichtigen Arbeit gibt als seine Absicht an, „die Grundlage für eine biologische Theorie der Psychoneurosen zu schaffen“, eine in keiner Hinsicht leichte Aufgabe. Er geht dabei vom Standpunkt der Kriegsneurosen aus und basiert auch alle seine Behauptungen fast ausschließlich auf die Beobachtung dieser Zustände, ein Umstand, der einige einleitende Bemerkungen notwendig macht. Trotz wichtiger individueller Verschiedenheiten hat die Stellungnahme des Autors in dieser Hinsicht manches mit der drei anderer bekannter Forscher gemeinsam, nämlich der Professoren Brown, McDougall und Myers, die alle im Laufe der letzten Jahre fast den gleichen Weg zurückgelegt haben und dabei im Ganzen auch zu ähnlichen Ergebnissen gekommen sind. Sie alle sind bedeutende Psychologen, die gleichzeitig auch über eine ärztliche Ausbildung verfügen und unter dem Drucke der Kriegsanforderungen zum erstenmal mit dem psychopathologischen Arbeitsfeld in Berührung gekommen sind. Nach einer nachweisbar ungenügenden Orientierung über die bisher auf diesem Gebiete geleistete Arbeit und der Sammlung einer verschieden reichen Kriegserfahrung, halten sie sich jetzt für berufen, ein Urteil über die verschiedenen in der Psychopathologie herrschenden Theorien auszusprechen und waren besonders „imstande, die Freud sche Theorie der Psychoneurosen einer eingehenden Prüfung zu unterziehen“. Dr. Rivers spricht von dem „leidenschaftslosen Studium“ durch „unabhängige und vorurteilslose Forscher“, „die ohne Voreingenommenheit an die Arbeit gehen konnten“ und teilt mit, daß dieses Studium „gewisse endgültige Resultate zutage gefördert hat“. Diese Resultate bestehen seiner Meinung nach in der Bestätigung gewisser Teile der psychoanalytischen Theorie, so der Lehre von der Neigung, unlustvolle Erinnerungen zu verdrängen, der Bedeutung innerer Konflikte, der fortdauernd schädlichen Wirkung verschütteten Materials und der Erleichterung, die seine Bewußtmachung mit sich bringt, aber in einem Widerspruch gege