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Es ist mehr als schwer, einen Bericht über die psychoanalytischen Fortschritte in Rußland während der letzten Jahre zu geben. Der mit der großen Revolution zusammenhängende Bürgerkrieg hat Rußland in einzelne Teile zersplittert, deren Verbindung miteinander fast aufgehoben wurde. Die gesamte Herausgabe der periodischen Literatur ist eingestellt worden, wissenschaftliche Journale erschienen während der letzten drei Jahre gar nicht.
Die Zeitschrift „Psychotherapia“, eigentlich die einzige, die sich mit den Fragen der Freudschen Psychologie beschäftigte, ist noch im Jahre 1917 eingestellt worden (aus ökonomischen Gründen).
Diese Verhältnisse bringen es mit sich, daß man nur das weiß und darüber sprechen kann, was in den engsten wissenschaftlichen Kreisen vorgegangen war. Es ist möglich, daß irgendwo in Rußland in der psychoanalytischen Richtung gearbeitet wird, darüber ist aber nichts bekannt. Mein Bericht wird sich nur auf Petersburg beschränken.
Die offiziellen Vertreter der Wissenschaft beschäftigen sich mit der Psychoanalyse theoretisch wenig, praktisch gar nicht. In den wissenschaftlichen Sitzungen hört man manchmal unter anderem beifällige Bemerkungen