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Bei einer epileptischen Psychose ließ sich im Anschlüsse an gehäufte Anfälle gut eine Entfremdung der Wahrnehmungswelt beobachten. Sie wird, in Übereinstimmung mit früheren Autoren, auf eine Unvollständigkeit des Wahrnehmungsaktes selbst zurückgeführt. Den inneren Widerspruch vertreten
in diesem Falle Parästhesien und Sinnestäuschungen, hier der Ausdruck des epileptischen Hirnprozesses. So ist eine Brücke zwischen „psychologischen“ und „somatischen“ Störungen des Erfassungsaktes gegeben. Schilder schließt: „Psychogenetische Folge und durchbrechender epileptischer Anfall können sich also in gleicher Weise in der Entfremdung der Wahrnehmungswelt auswirken. Ablauf und begleitende psychische Symptome können verschieden sein. Auch der beschriebene Fall unterscheidet sich im Gefüge von der Neurose. Psychisch bedingte und somatisch ausgelöste Prozesse haben also ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten des Verlaufs, die aber über die grundsätzlich gleiche Struktur der psychischen Zustandsbilder nicht täuschen dürfen.“